Folsäure spielt eine wichtige Rolle bei der Zeugungsfähigkeit des Mannes und während der Schwangerschaft der Frau

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Laut wissenschaftlichen Studien ist Folsäure sowohl für den Mann als auch für die Frau von großem Nutzen. Es sorgt für eine gesunde Zeugungsfähigkeit des Mannes und schützt das Baby im Mutterleib vor Geburtsfehlern.

Folsäure, auch als Folat oder Vitamin B9 bezeichnet, gehört zu den Vitamin-B-Komplexen. Es ist wasserlöslich und muss über die Nahrung aufgenommen werden.

Der menschliche Körper ist leider nicht in der Lage, Folsäure zu speichern, und muss daher regelmäßig mit einer ausreichenden Menge versorgt werden.

Folsäuremangel

Ein Folsäuremangel hat starke Auswirkungen auf die Zeugungsfähigkeit des Mannes und die Entwicklung des Fötus. Bei einer unzureichenden Folsäuremenge im Körper kann der Aufbau von Nukleinsäuren gestört werden. Nukleinsäuren sind ein Hauptbestandteil der RNS (Ribonukleinsäure) und DNS (Desoxyribonukleinsäure) und werden daher zwingend für den effektiven Zellteilungsprozess im Körper benötigt.

Ein Folsäuremangel kann so zu Genmutationen in den Spermazellen und Embryos führen.

Klinische Studie: Folsäure kann sich auf die Konzentration und Anzahl der Spermien auswirken

In einer Studie aus dem Jahre 2001 mit Rauchern und Nichtrauchern wurde der Zusammenhang zwischen Folsäure- und Spermaparametern untersucht. Wallock und Kollegen nahmen das Blut und die Spermien von 24 Nichtrauchern und 24 Rauchern unter die Lupe 1“Wallock L. et.al. (2001). Low seminal plasma folate concentrations are associated with low sperm density and count in male smokers and non-smokers. Fertility and Sterility, Volume 75, (S. 252-9).”. Sie untersuchten die Plasmaspiegel von Homocystein und Folsäure im Blut und in den Spermien sowie die Gesamtkonzentration und Gesamtanzahl der Spermien.

Ergebnisse

Das Forscherteam kam zu folgenden Ergebnissen:

  • Die Folsäurekonzentration im Ejakulat lag durchschnittlich um 1,5-Mal höher als im Blutplasma aller Probanden. Dies lässt vermuten, dass im Seminalplasma eine hohe Konzentration an Folsäure benötigt wird.
  • Bei Rauchern zeigte sich eine niedrigere Folsäurekonzentration im Ejakulat als bei Nichtrauchern.
  • Bei Männern mit einer höheren Konzentration an Folsäure im Ejakulat konnte auch eine höhere Anzahl und Konzentration an Spermien festgestellt werden.

Diese Ergebnisse decken sich mit den Ergebnissen anderer vergleichbarer Studien. Rauchen führt zu einer erheblichen Verringerung des Folsäuregehalts. 2“Gabriel, H. et.al. (2006). Chronic cigarette smoking is associated with diminished folate status, altered folate form distribution, and increased genetic damage in the buccal mucosa of healthy adults. The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 83, Issue 4, (S. 263 ff.).”. Die hohe Bedeutung der Folsäure für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der neuen Zellen mag eine Erklärung dafür sein, dass eine geringere Anzahl und Konzentration von Spermien mit einem verringerten Folsäuregehalt im Ejakulat einhergeht.

Klinische Studie: Folsäure verringert Genommutationen im Sperma

Man spricht von einer Aneuploidie (Genommutation oder Chromosomenaberration 3“http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12735865” ), wenn die Anzahl der Chromosomen ungerade ist. D.h. entweder fehlt ein Chromosom oder es ist ein Chromosom zu viel vorhanden. Aneuploidie ist eine häufige Ursache für genetische Störungen. Diese Störungen können zu Geburtsfehlern führen und wurden bereits mit verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht.

In einer Studie von 2007 wurden die Auswirkungen von Zink, Folsäure und Antioxidantien (Vitamin E, C und Beta-Carotinoide) auf das Vorkommen von Aneuploidie im Sperma des Mannes untersucht 4“Young, S. et.al (2007). The association of folate, zinc and antioxidant intake with sperm aneuploidy in healthy non-smoking men. Human Reproduction, Volume 23, Issue 5, (S. 1014-1022).”. Dabei wurden Spermaproben von 89 gesunden Nichtrauchern auf Aneuploidie ausgewertet. Die Tageszufuhr an Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotinoid, Zink und Folsäure wurde über Fragebögen zur Ernährung ermittelt. Außerdem wurden Kovariaten bei der Auswertung berücksichtigt.

Ergebnisse

Die Studie führte zu folgenden Ergebnissen:

  • Bei Männern, die viel Folsäure aufnahmen, zeigten sich weniger Chromosomenaberrationen als bei Männern, die weniger Folsäure zu sich nahmen.
  • Es konnte kein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Zink oder Antioxidantien und der Sperma-Aneuploidie festgestellt werden.

Diese Ergebnisse lassen sich womöglich darauf zurückführen, dass die Folsäure bei der Produktion von Nukleinsäuren eine große Rolle spielt. Wenn im Körper zu wenig Folsäure vorhanden ist, kann der Körper die RNS und DNS in der Zellteilung nicht richtig duplizieren.

Es kann zu Mutationen kommen und die Entwicklung der Spermien kann beeinträchtigt werden. Da Spermazellen drei Monate benötigen, bis sie komplett ausgereift sind, kann bereits ein geringer Folsäuremangel bei Männern eine negative Auswirkung auf die Entwicklung der Spermien haben.

Klinische Studie: Folsäure-Nahungsergänzungen verbessern die Zeugungsfähigkeit des Mannes

In den Niederlanden haben Wong und Kollegen die Auswirkung von Folsäure und Zinksulfat auf diverse Spermaparameter untersucht 5“Wong, W. et.al. (2002). Effects of folic acid and zinc sulfate on male factor subfertility: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Fertility and Sterility, Volume 77, Issue 3, (S. 491-8).”. Diese doppelblinde, placebo-gesteuerte interventionelle Studie wurde über einen Zeitraum von 26 Wochen durchgeführt. Es wurden 108 fruchtbare und 103 subfertile Männer getestet.

Die Probanden wurden wahllos einer Gruppe zugeteilt, die entweder Folsäure und ein Placebo, Zinksulfat und ein Placebo, Folsäure und Zinksulfat oder beide Placebos erhielten. Die Tagesdosis an Zinksulfat betrug 66 mg und die Tagesdosis an Folsäure 5 mg (5,000 μg). Vor und nach der Behandlung wurde jeweils ein Spermiogramm erstellt.

Ergebnisse

Es stellte sich Folgendes heraus:

  • Nach der Behandlung mit Folsäure und Zinksulfat steigerte sich die Anzahl der normalen Spermien bei vor Studienbeginn als “subfertil” diagnostizierten, also nicht voll zeugungsfähigen Männern um 74 %.
  • Selbst bei fruchtbaren Männern konnte nach einer Behandlung mit Zink und Folsäure ein Anstieg der normalen Spermien verzeichnet werden.

Diese Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass eine ausreichende Menge an Folsäure für eine gesunde Spermienanzahl erforderlich ist. Nahrungsergänzungen mit Folsäure und anderen Spurenelementen wie Zink können die Zeugungsfähigkeit also effektiv unterstützen bzw. verbessern.

Folsäure während der Schwangerschaft

Es besteht keinerlei Zweifel, dass Folsäure bei der gesunden Entwicklung des Fötus wichtig ist. Folsäure wird für die Zellteilung und das Wachstum benötigt. Es wird weiterhin für die Synthese der DNS und RNS benötigt, sowie für die Bildung gesunder roter Blutkörperchen.

Folsäuremangel kann zu Gehirn-, Rückenmark- und Neuralrohrdefekten führen. Viele dieser Probleme bilden sich in den allerersten Tagen der Schwangerschaft heraus, bevor eine Frau überhaupt merkt, dass sie schwanger ist. Daher ist es besonders ratsam, gezielt mehr Folsäure aufzunehmen, bevor aktiv am Kinderwunsch gearbeitet wird.

In Großbritannien empfiehlt der wissenschaftliche Beratungsausschuss für Ernährung (SACN), dass Frauen vor der Zeugung pro Tag 400 µg Folsäure aufnehmen und die Nahrungsergänzungskur in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft fortsetzen. Frauen, die zuvor Babys mit Geburtsfehlern zur Welt gebracht haben, wird empfohlen, täglich 5 mg vor der Zeugung und in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft aufzunehmen.

Dies kann das Risiko auf Neuralrohrdefekte um 75 % senken 6“Holmes, L. et.al. (1997). Teratology Society Consensus Statement on Use of Folic Acid to Reduce the Risk of Birth Defects. Teratology, Volume 55 381 (1997).”.

Klicken Sie, um ein Bild von Neuralrohrdefekten zu sehen

Folsäure in der Nahrung

Besonders viel Folsäure ist vor allem in Eiern, Linsen, Salat, Milch, Erbsen, Spargel, Backhefe, Brokkoli, Vollkornbrot, Spinat, Orangen, Rosenkohl, Weißkohl, Blumenkohl und Nieren enthalten.

Folsäuremangel ist leider sehr stark verbreitet. Rund 85 % der Bevölkerung sind davon betroffen. In einigen Ländern wie den USA und Schweden ist daher eine Anreicherung mit Folsäure in Grundnahrungsmitteln wie Milchprodukten, Mehl und Eier erlaubt.

Zusammenfassung

Sowohl Männer als auch Frauen benötigen Folsäure für eine gesunde Fruchtbarkeit. Folsäure ist für die Zeugungsfähigkeit des Mannes wichtig, da es eine gesunde Anzahl, Konzentration, Beschaffenheit und Beweglichkeit der Spermien fördert. Forschungsergebnissen zufolge kann die Gefahr von Gendefekten in Spermien durch die zusätzliche Einnahme von Folsäure-Ergänzungsmitteln verringert werden.

Für werdende Mütter ist Folsäure wichtig, um Gehirn-, Rückenmark- und Neuralrohrdefekte beim Fötus zu verhindern. Bereits vor der Zeugung sollten Frauen mit der Einnahme von hochwertigen Folsäure-Ergänzungsmitteln beginnen. Die Einnahme sollte mindestens in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft fortgesetzt werden.

Mehr Zeugungsfähigkeit beim Mann mit Folsäure

Folsäure ist ein wirkungsvolles Vitamin, um die Zeugungsfähigkeit beim Mann zu verbessern. Es gibt jedoch noch viele weitere Nährstoffe, die sich auf unterschiedliche Weise positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken. Folsäure wirkt sich zwar positiv auf die Zeugungsfähigkeit im Allgemeinen aus, schützt jedoch die DNS in den Zellen nicht vor oxidativem Stress und erhöht die Bewegungsfähigkeit bei Spermien nicht.

Klinische Studien haben übereinstimmend ergeben, dass

  • oxidativer Stress der größte Einzelfaktor für eine verminderte Zeugungsfähigkeit beim Mann ist, da es zu DNA-Schäden führt 7“http://humupd.oxfordjournals.org/content/14/3/243.full”. Dieser Stress lässt sich sehr effektiv mit den richtigen Antioxidantien verringern.

  • mehrere Nährstoffe in Kombination effektiver die Zeugungsfähigkeit verbessern als einzelne Nährstoffe 8“Imhof, Martin et al., Improvement of sperm quality after micronutritient supplementation”, denn eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.


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Literaturverzeichnis

  • 1
    “Wallock L. et.al. (2001). Low seminal plasma folate concentrations are associated with low sperm density and count in male smokers and non-smokers. Fertility and Sterility, Volume 75, (S. 252-9).”
  • 2
    “Gabriel, H. et.al. (2006). Chronic cigarette smoking is associated with diminished folate status, altered folate form distribution, and increased genetic damage in the buccal mucosa of healthy adults. The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 83, Issue 4, (S. 263 ff.).”
  • 3
    “http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12735865”
  • 4
    “Young, S. et.al (2007). The association of folate, zinc and antioxidant intake with sperm aneuploidy in healthy non-smoking men. Human Reproduction, Volume 23, Issue 5, (S. 1014-1022).”
  • 5
    “Wong, W. et.al. (2002). Effects of folic acid and zinc sulfate on male factor subfertility: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Fertility and Sterility, Volume 77, Issue 3, (S. 491-8).”
  • 6
    “Holmes, L. et.al. (1997). Teratology Society Consensus Statement on Use of Folic Acid to Reduce the Risk of Birth Defects. Teratology, Volume 55 381 (1997).”
  • 7
    “http://humupd.oxfordjournals.org/content/14/3/243.full”
  • 8
    “Imhof, Martin et al., Improvement of sperm quality after micronutritient supplementation”