Das wichtige Schwangerschaftsvitamin D

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Vitamin D spielt wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung eines gesunden Geburtsgewichten, sowie beim Schutz der Spermien-DNA.

Vitamin D ist eine Gruppe von speziellen, fettlöslichen Vitaminen, mit deren Hilfe unser Körper wichtige Nährstoffe verwerten kann. Vitamin D3 (Cholecalciferol) und Vitamin D2 (Ergocalciferol) nehmen daher eine Schlüsselfunktion bei der Gesundheit des menschlichen Körpers ein. Ohne Vitamin D wäre der Körper nicht in der Lage, Magnesium, Kalzium, Eisen, Phosphat und Zink richtig zu verwenden.

Da es die allgemeine Gesundheit des Körpers fördert, wirkt es sich auch, sowie direkt, als auch indirekt positiv auf die Fruchtbarkeit aus.

Neben der Aufnahme mit der Nahrung wird Vitamin D auch über die Haut hergestellt. Hierfür sind Sonnenlicht und Cholesterin erforderlich.

Klinische Studie: Vitamin D und die Fruchtbarkeit bei weiblichen Ratten

In einer Reihe von Tierversuchen wurde die Bedeutung von Vitamin D für die Fruchtbarkeit der weiblichen Säugetiere analysiert. Bei einer Untersuchung wurden die Auswirkungen von Vitamin-D-Mangel auf die Fortpflanzungsfähigkeit, die Fruchtbarkeit sowie die fötale und neonatale Entwicklung von weiblichen Ratten erforscht. Den Tieren wurde entweder absichtlich Vitamin entzogen oder sie wurden mit einem Vitamin-D-Überschuss ernährt.

Ergebnisse

Das Forscherteam kam zu folgenden Ergebnissen:

  • Im Vergleich zur Kontrollgruppe ließ sich bei der Gruppe mit Vitamin-D-Mangel eine Verringerung der allgemeinen Fruchtbarkeit um 75 % verzeichnen. Die Größe der Würfe nahm um 30 % ab. Außerdem war das neonatale Wachstum beeinträchtigt.

Die Ratten mit Vitamin-D-Mangel waren zwar noch zeugungsfähig, doch die Würfe waren von minderer Qualität. Weitere Studien führten zu ähnlichen Ergebnissen. Die Produktion normaler, reifer Eizellen sowie die Entwicklung der Gebärmutter war nicht optimal 1“„Yoshizawa T, et.al. (1997). Mice lacking the vitamin D receptor exhibit impaired bone formation, uterine hypoplasia and growth retardation after weaning. Nature Genetics, Volume 16, (S. 391–6)“.].

Klinische Studie: Vitamin D sorgt für gesunde Geburtsgewichte

Vitamin-D-Rezeptoren befinden sich in der Gebärmutter, in der Plazenta und in den Eierstöcken. Calcitriol – eine aktive Form dieses Vitamins – wird für die Synthese von Östrogen benötigt und spielt eine wichtige Rolle bei der Einnistung des Embryos.

Der Nährstoff schützt zudem die Gebärmutter und Plazenta während der Schwangerschaft. Er verbessert die Immunfunktion und sorgt somit für eine gesunde Schwangerschaft.

Gernand und Kollegen wollten herausfinden, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Gehalt und dem Gewicht der Plazenta und des Neugeborenen besteht 1“„Gernand, A. et.al. (2013). Maternal Serum 25-Hydroxyvitamin D and Measures of Newborn and Placental Weight in a U.S. Multicenter Cohort Study. The Hournal of Clinical Endocrinology and Metabolism, Volume 98, Issue 1.“]. Es nahmen insgesamt 2.146 schwangere Frauen an dieser Studie teil.

Ergebnisse

Das Forscherteam kam zu folgenden Ergebnissen:

  • Bei Frauen mit niedrigem Vitamin-D-Gehalt hatten in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft das doppelte Risiko, Babys mit geringeren Geburtsgewichten zur Welt zu bringen.
  • Frauen mit höheren Mengen an Vitamin D im Körper gebaren Babys mit im Durchschnitt höheren Geburtsgewichten.
Folglich belegte diese Studie, dass Vitamin D wichtig für die gesunde Entwicklung des Fötus ist. Bei zu wenig Vitamin D im Körper kann sich der Fötus nicht optimal entfalten, so dass es zu niedrigeren Geburtsgewichten kommt. Komplikationen während der Schwangerschaft wie Hypertonie, Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie wurden ebenfalls mit Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht 2“odnar L. et.al. (2007). Maternal vitamin D deficiency increases the risk of preeclampsia. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, Volume, 92, Issue 9, (S. 3517-22).”.

Vitamin D und die Zeugungsfähigkeit des Mannes

Weiterhin verdichten sich immer mehr die Hinweise, dass Vitamin D sehr wichtig für die Zeugungsfähigkeit des Mannes ist, da Enzyme zur Umwandlung von Vitamin D sowohl im Fortpflanzungssystem der Frau, sowie des Mannes gefunden wurden[8. „Lerchbaum, E. and Obermayer-Pietsch, B. (2012). Vitamin D and fertility: a systematic review. European Journal of Endocrinology, Volume 166, Issue 5, (S. 765-78).”[/mfn].

Erste Forschungen von Corbett und seinem Team ergaben, dass Spermien über Rezeptoren für Vitamin D verfügen 3Corbett, S. et.al. (2006). Vitamin D receptor found in human sperm, Urology, Volume 68, Issue 6, (S. 1345-9).”. Diese Rezeptoren befinden sich vorwiegend im Mittelstück und im Kopf der Spermien.

Wissenschaftler vermuten, dass dieses Vitamin eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Chromosomenstruktur und der Regulierung der DNA-Fragmentierung spielt4“Aquila, S. et.al. (2008). “Human sperm anatomy: ultrastructural localization of 1alpha,25-dihydroxyvitamin D receptor and its possible role in the human male gamete. Journal of Anatomy, Volume 213, Issue 5, (S. 555-84).”.

Vitamin D in der Nahrung

Nahrungsmittel wie angereichertes Müsli, Sojaprodukte, Schalentiere, Fisch, Eier, Milch und Pilze enthalten viel Vitamin D. Sonnenlicht kann auch stark zur Erhöhung des Vitamin-D-Gehalts im Körper beitragen.

Zusammenfassung

Vitamin D spielt nachweislich eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und dem Wachstum des ungeborenen Babys. Weiterhin fördert Vitamin D auch die Gesundheit der Mutter während der Schwangerschaft. Weitere Forschungen deuten darauf hin, dass Vitamin D die DNA in den Spermien vor oxidativem Stress schützt.

Vitamin D für mehr Zeugungsfähigkeit beim Mann

Vitamin D ist ein wichtiger Fruchtbarkeitsnährstoff für den Mann und die Frau. Es gibt jedoch noch viele weitere Nährstoffe, die die Fruchtbarkeit fördern. Klinische Studien haben einheitlich ergeben, dass:

  • oxidativer Stress der größte Einzelfaktor für eine verringerte Zeugungsfähigkeit beim Mann ist, da er zu DNA-Schäden führt 5“http://humupd.oxfordjournals.org/content/14/3/243.full”. Dieser lässt sich sehr effektiv mit den richtigen Antioxidantien bekämpfen.

  • mehrere Nährstoffe in Kombination effektiver bei der Verbesserung der Zeugungsfähigkeit als einzelne Nährstoffe sind 6“Imhof, Martin et al., “Improvement of sperm quality after micronutritient supplementation” , denn „eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“.


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Literaturverzeichnis

  • 1
    “„Yoshizawa T, et.al. (1997). Mice lacking the vitamin D receptor exhibit impaired bone formation, uterine hypoplasia and growth retardation after weaning. Nature Genetics, Volume 16, (S. 391–6)“.].

    Klinische Studie: Vitamin D sorgt für gesunde Geburtsgewichte

    Vitamin-D-Rezeptoren befinden sich in der Gebärmutter, in der Plazenta und in den Eierstöcken. Calcitriol – eine aktive Form dieses Vitamins – wird für die Synthese von Östrogen benötigt und spielt eine wichtige Rolle bei der Einnistung des Embryos.

    Der Nährstoff schützt zudem die Gebärmutter und Plazenta während der Schwangerschaft. Er verbessert die Immunfunktion und sorgt somit für eine gesunde Schwangerschaft.

    Gernand und Kollegen wollten herausfinden, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Gehalt und dem Gewicht der Plazenta und des Neugeborenen besteht 1“„Gernand, A. et.al. (2013). Maternal Serum 25-Hydroxyvitamin D and Measures of Newborn and Placental Weight in a U.S. Multicenter Cohort Study. The Hournal of Clinical Endocrinology and Metabolism, Volume 98, Issue 1.“]. Es nahmen insgesamt 2.146 schwangere Frauen an dieser Studie teil.

    Ergebnisse

    Das Forscherteam kam zu folgenden Ergebnissen:

    • Bei Frauen mit niedrigem Vitamin-D-Gehalt hatten in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft das doppelte Risiko, Babys mit geringeren Geburtsgewichten zur Welt zu bringen.
    • Frauen mit höheren Mengen an Vitamin D im Körper gebaren Babys mit im Durchschnitt höheren Geburtsgewichten.
    Folglich belegte diese Studie, dass Vitamin D wichtig für die gesunde Entwicklung des Fötus ist. Bei zu wenig Vitamin D im Körper kann sich der Fötus nicht optimal entfalten, so dass es zu niedrigeren Geburtsgewichten kommt. Komplikationen während der Schwangerschaft wie Hypertonie, Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie wurden ebenfalls mit Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht 2“odnar L. et.al. (2007). Maternal vitamin D deficiency increases the risk of preeclampsia. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, Volume, 92, Issue 9, (S. 3517-22).”
  • 2
  • 3
    Corbett, S. et.al. (2006). Vitamin D receptor found in human sperm, Urology, Volume 68, Issue 6, (S. 1345-9).”
  • 4
    “Aquila, S. et.al. (2008). “Human sperm anatomy: ultrastructural localization of 1alpha,25-dihydroxyvitamin D receptor and its possible role in the human male gamete. Journal of Anatomy, Volume 213, Issue 5, (S. 555-84).”
  • 5
    “http://humupd.oxfordjournals.org/content/14/3/243.full”
  • 6
    “Imhof, Martin et al., “Improvement of sperm quality after micronutritient supplementation”

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