Immer mehr Frauen verhüten mit Hormonimplantaten und Spiralen

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Hormonimplantate und Spiralen sind heute fünfmal so beliebt wie vor einem Jahrzehnt

Ein neuer Bericht des Centers for Disease Control and Prevention (CDC), der US-Seuchenschutzbehörde, zeigt, dass amerikanische Frauen neue Favoriten bei der Verhütung haben. Langwirksame, reversible Verhütungsmethoden wie subdermale Hormonimplantate und Spiralen sind momentan gefragter als noch vor zehn Jahren.

In den 1970ern wurden langwirksame, reversible Verhütungsmittel in den USA häufig verwendet. Dann kam es jedoch zu einer Klagewelle infolge der Verletzungen und Infektionen, die eine frühe Form der Spirale namens Dalkon Shield hervorrief. Dies verunsicherte die Verbraucherinnen und viele Frauen wählten stattdessen wieder andere Verhütungsmethoden wie die Antibabypille. Seitdem haben Forscher sich stark auf die Verbesserung von Spiralen und Implantaten konzentriert, um sie sicherer und wirksamer zu machen. Infolgedessen wächst jetzt das Interesse an der Anwendung von Verhütungsimplantaten mit einer Wirkungsdauer von 5 Jahre (1990 erstmals zugelassen) und von Spiralen.

Studien zeigen, dass die Antibabypille eine Ausfallrate von 9 % hat. Dies liegt vor allem daran, dass die Anwenderinnen vergessen, das Verhütungsmittel täglich einzunehmen, weniger an der oralen Verhütung an sich. Da Spiralen eine Ausfallrate von unter 1 % haben, überrascht es nicht, dass sich immer mehr Frauen für diese Alternative entscheiden.

Von 1982 bis 1988 nahm die Anzahl der eingesetzten Langzeitverhütungsmittel laut den Daten ab, die die CDC vorgestellt und das National Center for Health Statistics (NCHS) erhoben hat. Bis 2002 blieb dieser Trend konstant, im letzten Jahrzehnt hat sich diese Zahl jedoch fast verfünffacht.

Wer verwendet langwirksame, reversible Verhütungsmethoden?

Statistiken zeigen, dass 7,2 % der Frauen im Alter von 15 – 44 Jahren im Zeitraum von 2011 – 2013 langwirksame, reversible Verhütungsmittel angewandt haben – im Vergleich zu lediglich 1,5 % im Jahr 2002. Vor allem Frauen zwischen 25 und 34 Jahren setzen aktuell mit doppelt so höher Wahrscheinlichkeit langwirksame Verhütungsmittel ein als Frauen anderer Altersgruppen.

Die Zahlen des Centers for Disease Control and Prevention zeigen auch, dass Frauen, die bereits Kinder bekommen haben, bevorzugt langwirksame, reversible Verhütungsmittel einsetzen, im Vergleich zu Frauen, die noch keine Kinder auf die Welt gebracht haben. Laut den Statistiken stiegen diese Unterschiede im Laufe der Zeit an.

In den letzten 30 Jahren hat die CDC eine Änderung in der Nutzung von langwirksamen, reversiblen Verhütungsmethoden bei Frauen verschiedener ethnischer und kultureller Hintergründe festgestellt. Zum Beispiel hat die sich Nutzung von langwirksamen, reversiblen Verhütungsmitteln bei Frauen nicht-hispanischer Herkunft zwischen 2002 und 2010 verdreifacht und bei dunkelhäutigen Frauen nicht-hispanischer Herkunft vervierfacht.

Im gleichen Zeitraum sank die Nutzung langwirksamer, reversibler Verhütungsmethoden bei hispanischen Frauen jedoch um 10 %. Seitdem ist die Nutzung von langwirksamen, reversiblen Verhütungsmitteln bei hispanischen Frauen um 129 % angestiegen, dies belegen Aufzeichnungen von 2011 bis 2013. Der Bericht hebt hervor, dass weiße, nicht-hispanische Frauen traditionell seltener langwirksame, reversible Verhütungsmethoden nutzen.

Warum die Entwicklung zu langwirksamen, reversiblen Verhütungsmethoden?

Langwirksame, reversible Verhütungsmethoden werden aus verschiedenen Gründen immer beliebter:

Besseres Marketing

Das öffentliche Bewusstsein für langwirksame, reversible Verhütungsmethoden wächst. Ärzte bieten Frauen mehr Optionen zur Verhütung an und es gibt mehr Marketingkampagnen für langwirksame, reversible Verhütungsmethoden. Forschungen zeigen, dass Frauen, die besser über die verschiedenen Arten der Empfängnisverhütung informiert sind, sich eher für langwirksame, reversible Verhütungsmethoden entscheiden als für Verhütungspflaster oder die Antibabypille.

Debunking myths”[/mfn] Spiralen machen unfruchtbar

Früher waren langwirksame, reversible Verhütungsmethoden sehr umstritten, vor allem Spiralen in den 1970ern nach dem Skandal um die häufig eingesetzte Dalkon Shield. Diese frühen Spiralen steigerten das Infektionsrisiko im Beckenbereich und erhöhten so das Risiko einer Unfruchtbarkeit. Jedoch enthielt diese Spirale Faserstränge und seit den 1980ern sind viel besser konzipierte Spiralen auf den Markt gekommen.

Heutige Studien zeigen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, infolge der Nutzung eines Hormonimplantats oder einer Spirale unfruchtbar zu werden und die meisten Frauen erreichen nach der Entfernung wieder ihre normale Fruchtbarkeit.

Langwirksame, reversible Verhütungsmethoden haben schlimme Nebenwirkungen

Wie alle Medikamente haben auch langwirksame, reversible Verhütungsmittel Nebenwirkungen. Diese hängen meist mit Änderungen in den Monatsblutungen zusammen, sind jedoch insgesamt ziemlich minimal. Im Vergleich zu kurzfristig wirksamen Verhütungsmitteln wie Pflastern, Kondomen und der Antibabypille haben langwirksame, reversible Verhütungsmethode eine geringere Abbruchrate. Frauen setzen langwirksame, reversible Verhütungsmittel seltener ab, weil diese zuverlässiger sind und weniger Nebenwirkungen haben.

Frauen, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, können keine Spiralen benutzen

Es ist ein häufiges Missverständnis, dass Frauen erst dann Spiralen benutzen können, wenn sie bereits ein Baby bekommen haben. Laut dem The American Congress of Obstetricians and Gynaecologists gibt es jedoch nur sehr wenige Belege dafür, dass die Einführung einer Spirale in den Muttermund bei noch kinderlosen Frauen schwieriger ist.

More cost effective”[/mfn] Obwohl Implantate oder Spiralen erst einmal einiges kosten, sind sie im Laufe der Zeit sehr kostengünstig. Es fallen keine regelmäßigen, monatlichen Ausgaben mehr wie bei der Antibabypille oder bei Hormonpflastern an. Außerdem übernehmen viele Versicherungen die Kosten für langwirksame, reversible Verhütungsmethoden.

Wie ist die Lage in Europa verglichen mit den USA?

In ganz Europa wurden Spiralen und Implantate schon immer viel häufiger verwendet. Dies liegt vor allem daran, dass europäische Gesundheitsdienstleister und Anwender von Verhütungsmitteln viel positiver eingestellt sind. Es scheint ein besseres Verständnis für die Vorteile, Nachteile, Nebenwirkungen und Sicherheit zu herrschen. Hinweis: Die europäischen Daten stammen aus dem Jahr 2006, die US-Daten aus 2002. In den Daten wird nicht zwischen Benutzerinnen von Kupfer- und Hormonspiralen unterschieden. Quelle: Sonfield, A. (2007). Popularity Disparity: Attitudes About the IUD in Europe and the United States. Guttmacher Policy Review, Volume 10, Issue 4.Aufgrund der Fortschritte bei Spiralen und Implantaten verwenden mehr Frauen in ganz Europa diese Form der Verhütung, während Frauen in den USA diese etwas zögerlicher anwenden.

Obwohl die Antibabypille noch immer die beliebteste Verhütungsmethode ist, entscheiden sich immer mehr Frauen für langwirksame, reversible Verhütungsmethoden. Dank der neuen Entwicklungen bei Spiralen und Implantaten wird sich dieser Trend wahrscheinlich fortsetzen.


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