Mit einigen wichtigen Schritten können Frauen sich besser auf die Schwangerschaft vorbereiten.

Die Zeit, in der Sie planen, ein Baby zu bekommen, ist aufregend, kann aber zugleich auch anstrengend sein. Viele Faktoren beeinflussen die Fruchtbarkeit und Sie müssen sich unbedingt vorbereiten, wenn Sie eine Familie gründen möchten.

Auf der Liste unten finden Sie einige Faktoren, die Ihre Chancen, schwanger zu werden, erhöhen. Zudem erfahren Sie, wie Sie nach der Empfängnis Ihrem Baby helfen können, sich gesund zu entwickeln und gut zu wachsen.

Allgemeiner Gesundheitscheck

Als allererstes sollten Sie Ihre Gesundheit allgemein untersuchen lassen. Achten Sie darauf, Ihren Pap-Abstrich regelmäßig durchführen zu lassen. Lassen Sie Ihr Blut untersuchen, um herauszufinden, ob Sie Antikörper gegen Röteln und Windpocken haben. Sie brauchen diese Impfungen eventuell, wenn bei Ihnen ein Risiko besteht.

Ebenfalls empfohlen wird eine Untersuchung auf sexuell übertragbare Krankheiten. Unbehandelte Erkrankungen wie Chlamydia trachomatis können sich durch die Eileiter verbreiten und Hydrosalpinx, also die Stauung von Sekret im Eileiter, und Vernarbung verursachen, was zu Unfruchtbarkeit und einem erhöhten Risiko für Extrauterinschwangerschaften führen kann. Weitere sexuell übertragbare Krankheiten, die sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken, sind unter anderem:

  • Syphilis
  • Tripper
  • HPV
  • Herpes
  • HIV
  • Hepatitis B
  • Genitalwarzen

Professionelle ärztliche Beratung

Spätestens, wenn Sie nach zwölf Monaten nicht schwanger geworden sind, obwohl Sie dies aktiv versucht haben und keine Verhütungsmittel verwendet haben, ist es wichtig, mit Ihrem Gynäkologen oder auf Fruchtbarkeit spezialisierten Arzt zu sprechen. So können Sie sich beraten lassen und Ihre Optionen ausloten.

In manchen Fällen findet sich schon in wenigen simplen Test die Ursache Ihrer verringerten Fruchtbarkeit. Sobald diese behandelt wurde, können Sie vielleicht einfacher empfangen.

Kennen Sie die Phasen Ihres Menstruationszyklus

Es gibt viele verschiedene Methoden, um den Zeitpunkt des Eisprungs hervorzusagen. Zum Beispiel können Sie Ihre Körpertemperatur, Ihren Vaginalschleim, Ihren Speichel und Ihren Urin überwachen.

Jedoch sind diese Techniken nicht immer 100 % zuverlässig, da sie von externen Faktoren beeinflusst werden. Immerhin bekommen Sie so gute Hinweise auf Ihre fruchtbaren Phasen.

Gesunde Ernährung

Ganz wichtig ist, dass Ihr Körper gut mit allen Nährstoffen versorgt ist, denn die Nährstoffzufuhr wirkt sich unmittelbar auf die Fruchtbarkeit aus. Zu einer gesunden Ernährung sollte täglich viel frisches Gemüse und Obst gehören sowie hochwertiges Protein in Form von Fisch, magerem Fleisch, Eiern oder Hülsenfrüchten.

Komplexe Kohlehydrate und calciumreiche Lebensmittel sind auch wichtig. Versuchen Sie, nicht zu viele Lebensmittelzusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und Farbstoffe zu verzehren. Ebenfalls ungünstig sind Lebensmittel, die viele gesättigte Fette enthalten.

Verbesserung Ihres Lebensstils

Alkoholkonsum

Während Sie versuchen zu empfangen und während Ihrer Schwangerschaft sollten Sie keinesfalls Alkohol trinken. Der Konsum von Alkohol kann der Gesundheit des ungeborenen Babys stark schaden und das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen.

Rauchen

Sowohl bei Frauen als auch bei Männern wirkt sich Rauchen negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Es trägt zu Erektionsstörungen bei und schädigt die DNA der Ei- und Samenzellen stark. Während der Schwangerschaft steigt das Risiko einer Fehlgeburt enorm, wenn Sie Ihr ungeborenes Baby Zigarettenrauch aussetzen.

Anderer legaler und illegaler Drogen

Alle illegalen Drogen können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und sollten gemieden werden. Auch viele verschreibungspflichtige Medikamente können das Empfangen erschweren, zum Beispiel Medikamente, die wegen zu hohen Blutdrucks oder Schilddrüsenerkrankungen eingenommen werden müssen, Immunsuppressiva und steroidale Entzündungshemmer. Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrem Arzt über die Medikamente, die Sie einnehmen, zu sprechen, bevor Sie sich auf die Schwangerschaft vorbereiten.

Emotionales Wohlbefinden

Eine positive und optimistische Einstellung kann die Fruchtbarkeit unterstützen. Obwohl mancher Stress sich nicht vermeiden lässt, können Sie vielleicht einfacher empfangen, wenn Sie Stress minimieren und ausgleichen. Es gibt viele Organisationen und Kurse, bei denen Sie Methoden zur Bewältigung von Stress und Anspannung in der Schwangerschaft und der Zeit der Empfängnis lernen können.

Einnahme von Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel

Während der Vorbereitung auf die Schwangerschaft ist es wichtig, Folsäure als Nahrungsergänzung einzunehmen. Dieses wichtige B-Vitamin sollten Sie mindestens einen Monat vor der Empfängnis und im ersten Drittel der Schwangerschaft regelmäßig einnehmen.

So reduzieren Sie das Risiko, dass beim Fötus in der Entwicklung Neuralrohrdefekte auftreten, die zu angeborenen Entwicklungsstörungen wie einer Spaltwirbelsäule führen können. Folsäure können Sie separat oder in Verbindung mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen, die sich in der Zeit vor der Schwangerschaft empfehlen. 

Bleiben Sie fit

Eine Schwangerschaft kann dem Körper viel abverlangen, umso wichtiger ist es, dass Sie vor der Empfängnis wenigstens halbwegs fit sind. Intensives, langes Training ist jedoch nicht ratsam, da es sich negativ auf die Eisprungzyklen auswirken kann, wodurch es für Sie schwerer wird, schwanger zu werden. Frauen, die nicht regelmäßig sportlich aktiv sind, können ein auf Sie zugeschnittenes Trainingsprogramm entwickeln lassen. Auch auf die Zeugungsfähigkeit des Mannes hat die Fitness Einfluss. Bitte berücksichtigen Sie das in der Zeit, in der Sie versuchen zu empfangen.

Behalten Sie ein gesundes Körpergewicht

Ein gesundes Gewicht ist sowohl für die Fruchtbarkeit von Frauen als auch von Männern wichtig. Übergewicht oder Fettleibigkeit steigern das Risiko für Hormonungleichgewicht, Diabetes und Herzerkrankungen. All diese Erkrankungen können unfruchtbar oder zeugungsunfähig machen. Aber auch bei untergewichtigen Frauen besteht ein Risiko einer beeinträchtigten Fruchtbarkeit, denn Untergewicht kann die Menstruationszyklen stark aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Gewicht machen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Ernährungsberater zu wenden und mit diesem gemeinsam daran zu arbeiten, ein gesundes Gewicht zu erreichen, das Ihre Fruchtbarkeit optimal unterstützt.

Verbesserung der Bedingungen für die Fruchtbarkeit

Es gibt einige Erkrankungen, die die Fruchtbarkeit der Frau verringern können. Einige davon sind:

Polyzystisches Ovar-Syndrom (PCOS)

Bei PCOS können eine Vielzahl an Symptomen auftreten. Es kann diagnostiziert werden, wenn auf eine Frau zwei der folgenden Kriterien zutreffen:

  • Hohe Androgenwerte (männliche Hormone)
  • Zysten oder Follikel an den Eierstöcken
  • Unregelmäßige Menstruationszyklen

Wenn bei einer Frau die Diagnose PCOS gestellt wird, braucht sie eventuell eine unterstützende Fruchtbarkeitsbehandlung, um zu empfangen, da sie keine regelmäßige Periode hat. Als Behandlung in Frage kommen Interventionstechniken wie IVF, aber auch die Einnahme von Tabletten und das Finden des richtigen Zeitpunkts für den Geschlechtsverkehr.

Endometriose

Als Symptome bei dieser Erkrankung treten vor und nach der Menstruation starke Schmerzen auf, da sich Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Dies kann manchmal die Fruchtbarkeit verringern.

Blockierte Eileiter

Blockaden in den Eileitern verhindern oder erschweren den Transport der Eizellen in die Gebärmutter. Diese Blockaden können sich aus verschiedenen Gründen entwickeln und oft gibt es Behandlungsmöglichkeiten.

Amenorrhö

Dies bezeichnet das Ausbleiben der Menstruation im fortpflanzungsfähigen Alter. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben und auf verschiedene Weisen behandelt werden.

Zusammenfassung

Bei den meisten Frauen steigert ein positiver Lebenswandel die Fruchtbarkeit. Essen Sie gut, bleiben Sie fit und meiden Sie negative Einflüsse auf Ihren Körper, um Ihre Fruchtbarkeit zu erhöhen. Für Frauen, deren Fruchtbarkeit aufgrund von Erkrankungen reduziert ist, gibt es häufig praktische und wirksame Behandlungsoptionen. Ihr Arzt oder Gynäkologe kann Sie näher beraten.

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