Was ist Spermienmorphologie / Spermienformen = der prozentuale Anteil normal geformter Spermien?

Spermienmorphologie bezieht sich auf die Größe und Form der Spermien. Die Ergebnisse werden in Prozent der Spermien angegeben, die bei der Begutachtung des Samens unter einem Mikroskop als normal erscheinen.

Normerweise haben bis zu 10% aller Spermatozoen erkennbare Defekte, wobei bei einigen Männern dieser Prozentsatz sehr viel höher sein kann. Anormal geformten Spermien beeinflussen die Fruchtbarkeit statistisch negativ, da derartige Spermienzellen bei der Befruchtung der Eizelle benachteiligt sind und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung dadurch sinkt. Das wird das Erreichen einer Schwangerschaft weniger wahrscheinlich machen1, 2.

Die Spermienmorphologie ist auch ein entscheidender Faktor für die Erfolgswahrscheinlichkeit der weiblichen Eizellenbefruchtung in der In-Vitro-Fertilisation (IVF)3.

Die WHO erachtet eine Spermienprobe als normal, wenn 4% oder mehr der begutachteten Spermien eine normale Morphologie aufweisen4. Vor dieser Anpassung nach unten, die 2010 geschah, wurden 14% als normal erachtet5

Schlechte Spermienmorphologie / prozentualer Anteil normaler Formen

Teratospermie (oder Teratozoospermie) ist der durch das erhöhte Vorkommen von Spermien mit anormal schlechter Morphologie charakterisierte „suboptimale“ Zustand, der männliche Unfruchtbarkeit verursachen kann.

Teratospermie wird mittels eines Spermiogramms diagnostiziert, wenn eine Spermaprobe unter einem Mikroskop analysiert wird. Anormale Formen können beinhalten:

  • Köpfe, die groß, klein, konisch, oder doppelt vorkommen, sowie
  • Schwänze die anormal geformt sind, wie etwa zu lang oder zu kurz6

Lösungen und Behandlungen für suboptimale Spermienmorphologie / Teratozoospermie

  • Antiöstrogene haben sich bei der Behandlung von Teratospermia als wirksam erwiesen1. Antiöstrogene sind Substanzen, die die Wirkung des weiblichen Sexualhormons Östrogen aufheben (antagonisieren). Je nach eingesetztem Antiöstrogen betrifft diese Wirkungsaufhebung nur spezielle Aspekte der Östrogenwirkung, während andere erhalten bleiben. So eröffnen die Antiöstrogene ein recht breites Spektrum von Einsatzgebieten.
  • Teratozoospermie kann durch intrazytoplasmische Spermien-Injektion (ICSI) indirekt behandelt werden. Die Spermazellen müssen sich nicht bewegen, da sie direkt in die Eizelle injiziert werden8. Sobald die Eizelle erfolgreich befruchtet ist, beeinflusst die schlechte Spermienmorphologie nicht mehr die blastocyste (frühe embryonale) Entwicklung des Embryos bis Tag 5 oder 6, an dem er aus bis 200 Zellen bestehen kann9.
  • Sogar bei schwerer Teratozoospermie können die wenigen Spermazellen, die eine „normale“ Morphologie aufweisen, erkannt, isoliert und für die Befruchtung verwendet werden und so eine optimale Erfolgsquote ermöglichen9.

Darüber hinaus kann eine Teratozoospermie erfolgreich durch die Zufuhr der folgenden Nährstoffe entweder durch entsprechende Nahrung oder der Einnahme von Nahrungsergänzungsmittelen behandelt werden:

  • 2000 mg/Tag Vitamin C erhöht die Spermienform um ca 23.7% +/- 4.77% in 2 Monaten11
  • 200 mg/Tag Pinienrindenextrakt verbessert die Spermienmorphologie um 38% in 90 Tagen12
  • 200 µg Selen + 400 IU Vitamin E verbesserten die Beweglichkeit, Morphologie oder beides bei 53% der Patienten über 14 Wochen13
  • Vitamin D (Männer mit Vitamin D Mangel haben insgesamt niedrigere Spermienparameter14)

Wege zur natürlichen Verbesserung der Spermienformen

Der Prozess der Spermaerzeugung wird besonders von externen Faktoren beeinflusst. Diese beinhalten Trauma (Hitze, physische Krafteinwirkung), Energie- und Nährstoffversorgung für die „im Aufbau befindlichen“ Zellen ebenso wie oxidativen Stress.

Im Gegensatz zur Frau, deren Fruchtbarkeit im Wesentlichen altersbedingt ist, kann der Mann viel tun, um seine Fruchtbarkeit zu verbessern. Dies beinhaltet Entscheidungen zum Lebenswandel, wie etwa der Verzicht auf Fastfood, Nikotin und Alkohol sowie regelmäßige Bewegung, erholsamer Schlaf und das Vermeiden von Stress.

Darüber hinaus haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass durch die Einnahme folgender Nährstoffe eine Steigerung der Spermienzahl erreicht werden kann:

  • Aminosäuren, wie Arginin und Carnitin
  • Antioxidantien, wie etwa Glutathion und Co-Emzym Q10
  • Metallische Spurenelemente, wie Zink und Selen
  • Vitamine, wie etwa A, B9 (Folsäure), C, D und E
  • Extrakte, wie etwa Pinienrindenextrakt (Pycgnogenol)

Diese Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente sind natürlich vorkommende Nährstoffe, weswegen sind keine Nebenwirkungen zu erwarten sind. Im Gegenteil, die Steigerung der Zufuhr solcher Mikronährstoffe sorgt für signifikante gesundheitliche Vorteile, wie etwa eine Stabilisation des Immunsystems, eine positive Wirkung auf das Herzkreislauf System, sowie der Gesundheit von Haut und Haaren.

Es gibt daher keinen medizinischen Grund, der gegen die Umsetzung einer mikronährstoffreichen Ernährung für minimal sechs Monate zur Steigerung der Fruchtbarkeit spricht. Idealerweise sollte dies bis zur erfolgreichen Zeugung fortgesetzt werden.

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Weitere Nährstoffe zur Verbesserung der Spermienform

Literatur

  1. http://www.gfmer.ch/Endo/Lectures_09/dupan.htm
  2. „Sadler, T. (2010). Langman\’s medical embryology. (11th ed. ed.). Philadelphia: Lippincott William & Wilkins. p. 30.ISBN 978-0-7817-9069-7
  3. „http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3335257“
  4. http://humupd.oxfordjournals.org/content/16/3/231
  5. http://www.ivfmd.net/new-world-health-semen-analysis-parameters
  6. „http://www.endotext.org/male/male7/male7_2.htm“
  7. http://www.gfmer.ch/Endo/Lectures_09/dupan.htm
  8. „French DB, Sabanegh ES, Goldfarb J, Desai N (March 2010). „Does severe teratozoospermia affect blastocyst formation, live birth rate, and other clinical outcome parameters in ICSI cycles?“.Fertil Steril 93 (4):1097–1103. doi:10.1016/j.fertnstert.2008.10.051PMID 19200957
  9. „French DB, Sabanegh ES, Goldfarb J, Desai N (March 2010). „Does severe teratozoospermia affect blastocyst formation, live birth rate, and other clinical outcome parameters in ICSI cycles?“.Fertil Steril 93 (4): 1097–1103. doi:10.1016/j.fertnstert.2008.10.051PMID 19200957
  10. „French DB, Sabanegh ES, Goldfarb J, Desai N (March 2010). „Does severe teratozoospermia affect blastocyst formation, live birth rate, and other clinical outcome parameters in ICSI cycles?“.Fertil Steril 93 (4): 1097–1103. doi:10.1016/j.fertnstert.2008.10.051PMID 19200957
  11. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17004914
  12. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12418064
  13. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21403799
  14. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23042450
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