Was ist die Verflüssigungszeit?

Der Vorgang der Verflüssigung des Spermas tritt ein, sobald es ejakuliert wird.

Dies passiert, wenn das aus Proteinen bestehende Gel der Bläschendrüse aufgespalten wird. Der Samen wird somit dünnflüssiger. Es dauert normalerweise weniger als 20 Minuten, bis sich das Ejakulat von einem dicken Gel in eine Flüssigkeit zu verwandelt.

Anatomie: Wo ist die Bläschendrüse / das Samenbläschen?

Die Bläschendrüse ist beim Mann paarig angelegt und liegt im Bereich des Beckens nahe der Prostata. Sie ist etwa fünf Zentimeter lang und besteht aus einem einzigen 15 Zentimeter langen, mehrfach gewundenem Gang mit einem weiten Lumen. Sie Bläschendrüse produziert ein alkalisches Sekret, das reich an Fructose ist und etwa 70 % des flüssigen Anteils des Spermas ausmacht.

In den NICE Richtlinien wird eine Verflüssigungszeit von weniger als 60 Minuten als innerhalb des Normalbereiches erachtet1

Warum ist die Verflüssigungszeit wichtig?

Das Samengel verflüssigt sich, um den Samenzellen ein leichteres Schwimmen durch den Zervixschleim und hin zur Eizelle zu ermöglichen.

Eine Verflüssigungszeit von mehr als 60 min kann die Chancen einer Empfängnis reduzieren, da die Spermien nicht ihre Reise beginnen können. Dies kann auf eine Infektion oder Störung der Bläschendrüse hinweisen.

Falls das Spermiogramm eine erhöhte Verflüssigungszeit aufweist, kann ein Postkoitaler Test (PCT) durchgeführt werden, um die klinische Bedeutung von verzögerter Samenverflüssigung zu erschließen.

  • Falls die PCT Ergebnisse normal sind, ist keine weitere Behandlung der Verzögerten Verflüssigung erforderlich. Wenn das Sperma in der Lage ist, den Zervixschleim zu erreichen, kann die Befruchtung der Eizelle geschehen und die Probleme der Spermaverflüssigung sind klinisch nicht relevant.
  • Falls das PCT Ergebnis anormal ist, sollte eine geteilte Analyse des Ejakulats durchgeführt werden. Samen, der sich nicht verflüssigt, weist auf eine mögliche Prostatafehlfunktion hin, da proteolytische Enzyme („Proteasen“) vom Prostatasekret für die Verflüssigung des Protein-Koagulat benötigt werden, welches selbst in der Bläschendrüse produziert wird.

Wege zur Steigerung der männlichen Fruchtbarkeit

Im Gegensatz zur Frau, deren Fruchtbarkeit im Wesentlichen altersbedingt ist, kann der Mann viel tun, um seine Fruchtbarkeit zu verbessern. Dies beinhaltet Entscheidungen zum Lebenswandel, wie etwa der Verzicht auf Fastfood, Nikotin und Alkohol sowie regelmäßige Bewegung, erholsamer Schlaf und das Vermeiden von Stress.

Darüber hinaus haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass durch die Einnahme folgender Nahrungsergänzungsmittel eine Steigerung der Spermienzahl erreicht werden kann:

  • Aminosäuren, wie Arginin und Carnitin
  • Antioxidantien, wie etwa Glutathion und Co-Emzym Q10
  • Metallische Spurenelemente, wie Zink und Selen
  • Vitamine, wie etwa A, B9 (Folsäure), C, D und E
  • Extrakte, wie etwa Pinienrindenextrakt (Pycgnogenol)

Diese Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente sind natürlich vorkommende Nährstoffe, weswegen sind keine Nebenwirkungen zu erwarten sind. Im Gegenteil, die Steigerung der Zufuhr solcher Mikronährstoffe sorgt für signifikante gesundheitliche Vorteile, wie etwa eine Stabilisation des Immunsystems, eine positive Wirkung auf das Herzkreislauf System, sowie der Gesundheit von Haut und Haaren.

Es gibt daher keinen medizinischen Grund, der gegen die Umsetzung einer mikronährstoffreichen Ernährung für minimal sechs Monate zur Steigerung der Fruchtbarkeit spricht. Idealerweise sollte dies bis zur erfolgreichen Zeugung fortgesetzt werden.

Nahrungsergänzungsmittel für die männliche Fruchtbarkeit kombinieren viele der Nährstoffe, um eine effektiv fruchtbarkeitssteigernde Pille zu erstellen.

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Literatur

  1. Fertility: Assessment and Treatment for People with Fertility Problems. London: RCOG Press. 2004. ISBN 1-900364-97-2.“
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