Was ist Spermienbeweglichkeit (Spermienmotilität)

Spermienbeweglichkeit ist die Fähigkeit der Spermien eines Mannes, sich in Folge einer natürlichen oder künstlichen Befruchtung in geeigneter Weise durch den weiblichen Fortpflanzungstrakt oder durch Wasser (während einer externen Befruchtung, wie etwa IVF) zu bewegen, um die Eizelle zu erreichen.

Die Spermienbeweglichkeit kann auch als die Qualität der Spermien bezeichnet werden, die ein wichtiger Faktor bei einer erfolgreichen Empfängnis ist. Spermien, die sich nicht ordentlich vorwärtsbewegen, können die Eizelle nicht erreichen und befruchten.


Ein Mann wird nach den Richtilinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als fruchtbar angesehen, wenn er eine minimale „progressive Vorwärtsbeweglichkeit“ d.h. Güteklasse „a+b“ von 32% besitzt. Dies entspricht 4,8 Millionen / ml Spermien (15 Millionen minimale Spermienzahl / ml x 32%). Die Vitalität muss mindestens 60% lebende Spermatozoen betragen1.

Beispiele

  • Ein Mann kann eine Gesamtzahl an Spermien über der WHO Untergrenze von 15 Millionen Spermazellen je Milliliter haben (z.B. 50 Millionen), aber wenn zu wenige von ihnen beweglich sind (zum Beispiel nur 5%), so hat er immer noch eine insgesamt schlechte Spermaqualität mit insgesamt weniger als 4.8 Millionen bewegliche Spermatozoen pro Milliliter. Dies liegt daran, dass die Gesamtzahl der progressiv beweglichen Spermien bei nur 2,5 Millionen (50 Millionen x 5%) je Milliliter liegt.
  • Wenn jedoch die Spermienzahl hoch ist (zum Beispiel 100 Millionen pro Milliliter), dann kann eine niedrige Beweglichkeit, von z.B. 5% ausreichen, da die Gesamtzahl der progressiv beweglichen Spermienzellen 5 Millionen / ml betragen würde.
  • Umgekehrt kann ein Mann eine niedrige Spermienzahl unter dem WHO Minimum von 15 Millionen Spermienzellen je Milliliter haben (zum Beispiel 10 Millionen) und immer noch eine gute Spermagesamtqualität besitzen. Dies wird erreicht, wenn die Beweglichkeit über 50% liegt und ihm so ein Minimum von 5 Millionen Spermienzellen mit guter Vorwärtsbewegung verschafft.

Bestimmung der Spermienbeweglichkeit

  1. Klasse a, Beweglichkeit IV oder geradlinige Bewegung: Spermien mit progressiver Beweglichkeit. Dies sind die stärksten Spermatozoen, da sie auf einer geraden Linie schwimmen.
  2. Klasse b, Beweglichkeit III oder Zick-Zack-Bewegung: (nichtlineare Beweglichkeit) Diese Spermatozoen bewegen sich ebenfalls vorwärts, aber neigen zur Fortbewegung in einer kurvenförmigen oder gekrümmten Bewegung.
  3. Klasse c, Beweglichkeit II oder Vibrierend: Diese Spermatozoen weisen eine nichtprogressive Beweglichkeit auf, da sie sich nicht geradlinig vorwärts bewegen, trotz der Tatsache, dass sich ihre Schwänze bewegen.
  4. Klasse d, Beweglichkeit I oder Nicht beweglich: Diese Spermatozoen sind komplett unbeweglich (immobil) und weisen keinerlei Bewegung auf.

Niedrige Spermienbeweglichkeit

Der medizinische Fachbegriff für verminderte Spermienbeweglichkeit lautet Asthenozoospermie (oder Asthenospermie). Vollständige Asthenozoospermie, d.h. 100% immobile Spermienzellen im männlichen Ejakulat, wird mit einer Häufigkeit von 1 unter 5000 Männern oder 0,002% berichtet2. Vollständige Asthenozoospermie kann durch Stoffwechselstörungen verursacht werden, wie etwa dem Unvermögen zur Aufnahme bestimmter, für die Spermienbeweglichkeit essentieller Nährstoffe, ultrastrukturelle Anormalien der Spermiengeißel (Schwanz) und Nekrozoospermie (keine lebenden Spermien).

Asthenospermie vermindert die Spermagesamtqualität und ist daher ein wichtiger Faktor bei reduzierter Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit von Männern. Die Chancen einer Schwangerschaft können in solchen Fällen durch ICSI2 erhöht werden.

Natürliche Verbesserung der Spermienbeweglichkeit

Es gibt eine Anzahl von Dingen, die ein Mann tun kann, um seine Fruchtbarkeit zu verbessern. Dies beinhaltet Entscheidungen zum Lebenswandel, wie etwa der Verzicht auf Fastfood, Nikotin und Alkohol sowie regelmäßige Bewegung, erholsamer Schlaf und die Reduktion von Stress.

Darüber hinaus haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass durch die Einnahme folgender Nahrungsergänzungsmittel eine Steigerung der Spermienbeweglichkeit erreicht werden kann:

  • 2 g/Tag L-Carnitin + Vitamin E erhöht die Spermienbeweglichkeit um 59% über acht Monate4
  • 3 g/Tag L-Carnitin erhöht die Spermienbeweglichkeit um 40% über drei Monate5
  • 2000 mg/Tag Vitamin C erhöht die Spermienbeweglichkeit um 39% in zwei Monaten6
  • 4 mg/Tag Lycopen erhöht die Spermienbeweglichkeit um 25% in drei Monaten7
  • 200 mg Selen + 400 IU Vitamin E verbesserten Beweglichkeit, Form oder beides bei 53% der Patienten über 14 Wochen8
  • Vitamin D (Männer mit Vitamin D Mangel haben niedrige Spermienbeweglichkeit9)

Wege zur natürlichen Steigerung der allgemeinen männlichen Fruchtbarkeit

Der Prozess der Spermaerzeugung wird besonders von externen Faktoren beeinflusst. Diese beinhalten Trauma (Hitze, physische Krafteinwirkung), Energie- und Nährstoffversorgung für die „im Aufbau befindlichen“ Zellen ebenso wie oxidativen Stress.

Es gibt eine Anzahl von Dingen, die ein Mann tun kann, um seine Fruchtbarkeit zu verbessern. Dies beinhaltet Entscheidungen zum Lebenswandel, wie etwa der Verzicht auf Fastfood, Nikotin und Alkohol sowie regelmäßige Bewegung, erholsamer Schlaf und die Reduktion von Stress.

Darüber hinaus haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass durch die Einnahme folgender Nahrungsergänzungsmittel eine Steigerung der Spermienzahl erreicht werden kann:

  • Aminosäuren, wie Arginin und Carnitin
  • Antioxidantien, wie etwa Glutathion und Co-Emzym Q10
  • Metallische Spurenelemente, wie Zink und Selen
  • Vitamine, wie etwa A, B9 (Folsäure), C, D und E
  • Extrakte, wie etwa Pinienrindenextrakt (Pycgnogenol)

Diese Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente sind natürlich vorkommende Nährstoffe und somit sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Im Gegenteil, die Steigerung der Zufuhr solcher Mikronährstoffe sorgt für signifikante gesundheitliche Vorteile, wie etwa eine Stabilisation des Immunsystems, eine positive Wirkung auf die kardioviskulare Zirkulation sowie die Gesundheit von Haut und Haaren.

Es gibt daher keinen medizinischen Grund, der gegen die Umsetzung einer mikronährstoffreichen Ernährung für minimal sechs Monate zur Steigerung der Fruchtbarkeit spricht. Idealerweise sollte dies bis zur erfolgreichen Zeugung fortgesetzt werden.

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Weitere Nährstoffe zur Steigerung der Spermienbeweglichkeit

Literatur

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